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Selbstbewusstes Auftreten durch die richtige Körpersprache – Interview mit Yvonne de Bark

Dies ist ein Interview aus meinem Online-Kongress „Entspannt organisiert im Business„.

Yvonne de Bark gehört zu den Top-Expert*innen zum Thema Körpersprache und Wirkung.

Die studierte Schauspielerin (Unter Uns, Cobra 11, Küstenwache, Rosenheimcops,der Lehrer… uvm) und Hochschuldozentin ist eine der gefragtesten Spezialistinnen für nonverbale Kommunikation in Deutschland.

Sie unterstützt Vorstände in DAXUnternehmen, schult Politiker*innen und hält Seminare für alle, die analog und digital sicher auftreten und ihre Wirkung zielgerichtet einsetzen wollen.

Yvonne ist internationale Top-Speakerin, erfolgreiche Autorin von 11 Büchern und hat seit März 2020 über 17.000 Menschen in über 750 Trainings und zahlreichen Vorträgen für ihren Auftritt vor der Webcam/Kamera geschult. 

Transkript zum Interview:

[00:00:05.040] – Sonia Schütter

Hallo und herzlich willkommen zu „Entspannt organisiert im Business“, dem Online Kongress, mit dem Du Deinen Weg raus aus dem Chaos finden kannst. Mein Name ist Sonia Schüttler, ich bin wie immer Deine Gastgeberin hier. Nimm Dir auch heute gerne wieder einen Zettel und Stift zur Hand und lass Dich inspirieren.

Ich habe heute Yvonne de Bark zu Gast. Sie ist seit 28 Jahren Schauspielerin und Du kennst sie vielleicht aus „Der Alte“ oder „Unter uns“ oder „Cobra 11“. Sie schult seit 13 Jahren KMU’s und DAX Unternehmer:innen in digitalen Auftritten und ich habe sie heute als Expertin für das Thema Körpersprache zu Gast. Hallo liebe Yvonne, schön, dass Du da bist.

 

[00:00:40.140] – Yvonne de Bark

Hallo Sonia und hallo alle. Ich freue mich tierisch, dass ich da bin. Wenn ihr mitbekommen hättet, was wir vorher schon viel gelacht haben. Aber jetzt ihr sollt ihr auch was mitnehmen und sollt auch was lernen. Und dann schaue ich mal, ob ich die Fragen so beantworten kann, dass ihr auch alle was mitnehmt.

 

[00:00:57.990] – Sonia Schütter

Da bin ich ganz sicher. Aber man sagt ja auch, er lernt sich leichter, wenn es Spaß macht. Insofern ist es wichtig, Spaß zu haben. Ich habe schon so ein bisschen erzählt, was machst, liebe Yvonne… Wenn man jetzt von der Schauspielerei kommt, wie kommst du jetzt dazu, dass Du sagst, ich schule auch Unternehmer oder Unternehmerinnen in Sachen digitaler Auftritt oder Präsenz auftritt? Wie kamst du dazu?

 

[00:01:24.390] – Yvonne de Bark

Oh, das. Ja, ich habe als letztes… habe ich „Unter uns“ gedreht. Das war das letzte Lange, was ich gedreht habe. Und dann war ich da plötzlich raus und habe aber währenddessen schon Bücher geschrieben. Das heißt, ich habe da schon ein Buch angefangen zu schreiben. Das war Kinder… Erziehungs-Satire war das, das hieß „Das Mama Trost Buch“. Und da hatte ich einen Literaturagenten und der hat dann irgendwann, nachdem ich auch noch das zweite und dritte Buch und vierte Buch geschrieben hatte, hat er gesagt: Da ist ein Verlag, der will, dass Du was über Körpersprache schreibst. Und ich habe jetzt nix damit am Hut eigentlich. Ich wusste aber nicht, dass ich damit, seit ich 18 Jahre alt bin, etwas am Hut habe, nämlich seit ich Schauspiel studiert habe. Ich mache ja den ganzen Tag nichts anderes, als zu bewirken, also mit meiner Wirkung etwas darzustellen und in verschiedenen Stimmungen was zu transportieren. Ja, das ist ja Körpersprache. Es kommt nicht immer auf die Worte an, sondern zu 80 % sagt man so ungefähr kommt es auf die Körpersprache, die nonverbalen Signale an. Und dann habe ich mich erst geweigert, dieses Buch zu schreiben. Ich habe gesagt: Nee, mach ich nicht. Und dann hat der Verlag mit mir telefoniert und hat gesagt: Frau de Bark, wir haben das von Ihnen gelesen. Wir hätten wirklich gerne, dass Sie dieses Körpersprache Buch für uns schreiben, denn Sie schreiben so schön RTL-ig.

 

[00:03:00.160] – Sonia Schüttler

Okay…?!

 

[00:03:10.160] – Yvonne de Bark

Ja, das hab mir auch gedacht. Okay.

Was die meinten und nicht so liebevoll ausgedrückt hatten, war: Ich schreibe so, dass es jeder versteht. Also ganz amüsant. Und ich habe auf LinkedIn zum Beispiel auch einen Artikel geschrieben über Auftreten in Videokonferenzen. Und da ist auch nicht alles so tierisch ernst und auch leicht verständlich, also komplexe Sachverhalte. Da muss man so ein bisschen Gehirnjogging machen, um das dann einfach darzustellen. Und auch da hilft mir die Schauspielerei wieder, weil ich mich in andere reinversetzen kann. Wie nimmt der das denn auf, wie versteht der das dann? Und das dann funktioniert. Und so hat es angefangen. Dann habe ich die ersten Seminare gegeben, dann habe ich Coachings gegeben und dann bin ich plötzlich auf die Bühne geschubst worden. Bei Gedanken tanken und zack, zack, zack, zack, zack ging es dann los. Ja, so bin ich dazugekommen zu dem Ganzen. Und das mache ich jetzt ehrlich gesagt lieber.

Ich weiß das echt schwer zu verstehen für manche, die sagen „Wow, Schauspielerin, das ist doch cool.“ Ich habe, glaube ich, allem mitgespielt, außer Tatort und Bergdoktor in alle 28 Jahren vor der Kamera und roter Teppich… Das hatte ich.

Wir sind mit Privatjets hin und her geflogen worden, damit wir auch rechtzeitig zum Ort kommen. Also es war völlig skurril. Ich habe Klamotten geschenkt bekommen, nur du warst dann… Jetzt fängt das „Mimimi“ an, du wirst halt auf der Straße auch erkannt. Und ich bin zum Beispiel nie Bus gefahren, nie Zug gefahren, nie in öffentlichen Verkehrsmitteln gewesen, nie. Weil, wenn da 30 Leute im Bus sind und alle drehen sich plötzlich nach Dir um und fangen an zu tun… so war es damals gleich, weil ich hatte eine Hauptrolle in einer Primetime Serie. Ich war in allen Gazetten. Wenn Du dann im Supermarkt an den Zeitschriften vorbei gehst, dann siehst Du Dein Gesicht da und nicht nur Du siehst das Gesicht, sondern alle anderen auch. Und dann gehst Du an die Supermarktkasse, stellst eine Dose Ravioli auf das Laufband und dann brüllt jemand hinter Dir: Frau Doktor, können Sie nicht kochen oder was? So, so ist das dann. Und das war nicht meins.

Und das, was ich jetzt mache, dieses Schulen und Leuten etwas beibringen und sie dahin bringen, wo sie hinwollen, mit ihrer Wirkung, mit ihrer Körpersprache, mit allem: Ich will sympathischer wirken oder ich will kompetenter wirken. Oder ich will kein Lampenfieber mehr haben und lauter solche Sachen. Das bringe ich den Leuten bei. Und das berührendste, was mir passiert ist: Ganz am Anfang war, dass ich jemanden gecoacht habe. Und er hat mir zwei Jahre später eine Email geschrieben, in der stand: Yvonne, Du hast mein Leben verändert. Und da ist mir so warm geworden. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt, wo ich gesagt habe: Ja, das will ich. Ich will nicht eine Autogrammkarte unterschreiben, wo ich nicht weiß, wer ist dahinter, wer will das? Sondern ich will solche Mails bekommen. Ich will, dass ich jemandem wirklich was geben kann. Und das kann man als Schauspieler eher schwieriger, aber als Trainer schon.

 

[00:06:25.990] – Sonia Schütter

Das ist aber auch eine tolle Mail. Ich glaube, wenn man sowas bekommen hat, oh das ist schön.

 

[00:06:31.750] – Yvonne de Bark

Ja.

 

[00:06:35.970] – Sonia Schütter

Das ist ja jetzt im Moment eher so, dass wir nicht in Präsenz auftreten müssen, sondern eher so dieses digitale im Vordergrund steht. Was sind für Dich so die gröbsten Unterschiede? Beim in Präsenz irgendwo auftreten, da fühlen sich viele erst mal sicherer, weil das vielleicht eher die Gewohnheit ist. Aber so nur vor einem Computer zu sitzen, ist vielleicht doch eher noch so eine Herausforderung, oder? Wie ist das bei Dir? Wie siehst du das bei Deinen Klienten?

 

[00:07:09.520] – Yvonne de Bark

Ich glaube, ich habe ja… in diesen letzten zwei Jahren habe ich als Corona plötzlich anfing… Als die Pandemie anfing, musste ich ja auch von heut auf morgen umstellen, weil alle Präsenz-Termine, alle Auftritte… ich bin ja durch ganz Deutschland und auch noch weiter gereist und die waren plötzlich weg. Weg. So wie es ganz vielen anderen ging. Und dann habe ich überlegt: Was kannst Du? Ach so, ja, ich war ja 30 Jahre vor der Kamera. Ja, das kann ich, weil jetzt sitzen ja alle vor der Kamera. Und dann habe ich ein Konzept entwickelt und habe einen Kurs gemacht und ja, und habe das geschult.

18.000 Menschen habe ich geschult, inzwischen vor der Kamera, in über 900 Trainings und was weiß ich noch wie viele Vorträge. Und so weiter. So die größten Unterschiede sind: Wir sind uns nicht bewusst, dass der andere uns sieht. Das ist das, weil die riechen den anderen nicht. Wir kriegen keinen Blickkontakt. Müssen wir überlegen. Die meisten glotzen an der Linse vorbei und schauen so nebendran.

Für die, die jetzt nur den Podcast hören, schaut unbedingt das Video rein. Weil ich zeige jetzt auch gleich ein paar Sachen, die ihr unbedingt mitnehmen müsstet / solltet / könntet. Damit ihr gerade bei diesen Akquise Gesprächen, bei diesen Verhandlungs-Gesprächen, dass ihr so wirkt, als würdet ihr dem anderen gegenüber am Tisch sitzen. Und für die, die es nur hören. Die, die sehen, die sind ja sowieso… Sonia, es wirkt doch so, wie ich hier sitze… Du hast doch das Gefühl, dass wir uns gegenübersitzen, oder?

 

[00:08:42.900] – Sonia Schütter

Ja, du wahrscheinlich gar nicht, weil ich gucke nämlich genau an der Kamera vorbei und du guckst perfekt in die Kamera. Ich fühle gerade ganz schlecht.

 

[00:08:49.320] – Yvonne de Bark

Ich gucke gar nicht in die Kamera. Ich gucke auf das Bild hinter der Kamera, weil ich habe meine Kamera nämlich vor dem Bildschirm platziert.

 

[00:08:56.630] – Sonia Schütter

Okay, da muss ich dran arbeiten.

 

[00:08:58.970] – Yvonne de Bark

Ja, das sind so kleine Tricks. So, so kleine Kniffe. Ich habe zum Beispiel eine… Für die ganz wichtigen Verhandlungen habe ich zum Beispiel eine Kamera. So eine kleine Knopf Kamera. Die hängt man vor dem Bildschirm, vor das Gesicht oder die Stirn. Oder den Haaransatz auf dem Monitor. So, die ist genial. Also, wir können den Link gerne irgendwo reinpacken. Wenn du magst für die Shownotes oder so für euch. Das ist ein Start up. Die kommen mit der Produktion gerade nicht hinterher. Dauert ewig, bis die Sachen da sind. Aber es ist ein Game Changer. Es ist ein Game Changer und kostet irgendwie 100 €, oder? Ich würde gleich viel bestellen an eurer Stelle und nehmt die Six Degrees oder so, also den weiteren Winkel.

Okay, jetzt kommen wir hier schon ins … Und dann komm, lass uns einfach weitermachen. Die Wirkung vor der Kamera, also jetzt haben wir schon mal eine Lösung. Zumindest ein Vorschlag für eine Lösung, wie man das mit dem Blickkontakt regelt. Ja, der Blickkontakt ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Dabei wird das Kuschel Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Und das ist gut.

Kleiner Warnhinweis: Es wird nur dann ausgeschüttet, wenn man dabei auch lächelt oder zumindest eine positive Haltung hat. Weil… jetzt müsst ihr umschalten aufs Video, weil ich zeig jetzt mal, wenn ich Blickkontakt halte, aber nicht lächle. Sonia, wird da Oxytocin ausgeschüttet bei dir? Nein, nein. Du willst rennen oder schnell weg?

 

[00:10:43.640] – Sonia Schütter

Ja, ganz so schlimm ist es nicht. Aber es ist schon ein Unterschied. Ich werde auf jeden Fall in der Empfehlung zu diesem Video dazuschreiben, dass man es bitte sehen möchte und nicht nur hören.

 

[00:10:54.530] – Yvonne de Bark

Das ist sinnvoller. Genau. Ja. So, jetzt zeige ich mal, ich habe ja wirklich. In diesen ganzen Trainings habe ich ja so einiges erlebt. Und was ich auch immer wieder erlebe ist, wenn die Leute, die … warte ich schalte mal eben um … diese Nasenloch Optik, das kennen die meisten. Ich habe mal umgeschaltet für die, die Audio hören und jetzt sehen die meisten meine Nasenlöcher und was dann immer ist, wenn die Kamera eingeschaltet wird, ist immer das: Hörst du mich? Siehst du mich?

Und deswegen sollte die Kamera also immer auf jeden Fall auf Augenhöhe. Also die Kameralinse sollte auf Augenhöhe, so wie es bei dir jetzt auch ist, sollte unbedingt auf Augenhöhe, wie ihr das hinkriegt. Ich habe auch noch so ein Laptop Ständer, den ich auf Reisen benutze. Das ist so ein Ding, den kann man zusammenfalten. Mit Büchern würde ich nicht mehr arbeiten. Das kann man. Mit Büchern würde ich nicht unbedingt arbeiten. Was hast du denn unter deinem Rechner? Bücher. Ja. Und dann hast du diesen Knick in den Armen drin, wenn du was machen willst, oder? Oder ist eine externe?

 

[00:12:20.630] – Sonia Schütter

Ich habe tatsächlich eine externe Tastatur und habe die Kamera extern.

 

[00:12:35.810] – Yvonne de Bark

Ja, genau. Ja, perfekt. Also, die Kameralinse muss auf Augenhöhe den Rechner auf Bücher zu stellen. Da hat man, da kriegt man diesen Knick hier, wenn man arbeiten will und dann eine externe Tastatur hat. Wenn Du dann Rechner auf ein Laptop Ständer stellst, dann ist die, dann sind die Handgelenke ganz normal. Also so gerade. Ja, und das Wichtigste. Und jetzt kommt mein Geheimtipp. Den sollten wir aber vielleicht, wenn ihr Lust habt, kommt mal in ein Training zu mir. Ich mach mit fünf Personen, zwei Stunden Gruppen, Trainings, die kriegen vorher ein Video geschickt und dann machen wir Gruppen Trainings. Da wird alles nochmal individuell angeschaut… Feedback. Und so weiter. Der Geheimtipp, den ihr versuchen könntet umzusetzen… Wenn ihr es nicht allein schafft, kommt zu mir ins Training. Die Linien hinter euch, die sollten gerade sein. Also, ich zeig das jetzt mal hier in anderen Kamera.

 

[00:13:34.810] – Sonia Schütter

Ich habe vorhin noch versucht, das bei mir auszurichten, habe es nicht hingekriegt und hab gedacht, na ja, dann halt nicht.

 

[00:13:39.530] – Yvonne de Bark

Das ist gar nicht schlecht bei dir. Bei dir fehlt nicht viel. Das ist super. Sag mal, diese Linien hier, diese Dinge. Dieser Schrank, den man bei mir. Bei mir steht ein Schrank hinten und der sollte parallel zum äußeren Bildrand sein. Die vertikalen Linien, die sollten gerade sein. Die horizontalen, das ist nicht so wichtig, aber die vertikalen. Und ihr könnt das mal überprüfen, ob ihr hier richtig seid…, wenn das Licht angeht, ich schaue mal bei im Fernsehen die Profis, die Kamera, Männer, die viel Geld dafür bekommen, die achten als allererstes drauf sind die Linien im Hintergrund, gerade weil dann ergibt das. Jetzt kommen wir wieder zum Thema Wirkung. Dann wirkt das, als würden wir dem anderen im realen Leben gegenüber stehen oder sitzen. Alles andere wirkt so, als wärst du ein Zwerg und würdest nach oben schauen oder ein Riese und schaust auf den anderen herab. Mal ganz abgesehen von den riesen Nasenlöchern, die keiner sehen will.

Ja, also gerade Linien, das wisst ihr schon. High Class Geheimtipp hier. Aber das ist ausschlaggebend. Ihr müsst mal ausprobiert. Und Sonia bei dir: Es ist fast alles picobello gerade. Ihr müsst es nur dann, wenn dann deine Kamera noch ein Stückchen nach vorne neigen. Also wie ein Zentimeter nach vorne neigen. Aber nicht jetzt machen. Lasst uns mal weitermachen.

Wenn ich Teilnehmer habe, das ist dann immer gleich der Moment sich neu einzurichten und machen und dann… Und es gibt diese kleinen Stellschrauben. Das ist ein enormer Effekt. Also bei Dir ist es ja schon richtig gut. Ist ja schon fast richtig, gerade übrigens für die Zuhörer. Sonja sitzt vor einer Dachschräge. Die nehmen wir nicht mit als Referenz.

Das ist jetzt z.B. die Augenhöhe. Und ja, frag mal weiter… Licht! Wehe, ich werde losgelassen. Du bist übrigens auch toll ausgeleuchtet.

 

[00:15:55.460] – Sonia Schütter

Ich hab auch eine Softbox da vorne. Leider nur eine, weil ich habe eben leider nicht genug Platz. Aber ja.

 

[00:16:02.150] – Yvonne de Bark

Er ist super. Ja, wie du super, total weich. Und du hast richtig schönen Teint! Super schön. Ich habe auch Soft Boxen hier stehen, aber wenn jemand keine Soft Box hinstellen kann… und du kannst gleich bestätigen so eine Software ist echt ein Oschi… Das ist mal ein tolles Licht. Aber es gibt zum Beispiel so was, mal so eine LED, die ist auch gut, das ist ganz klein. Die hängt bei mir an so einem Ständer da und das reicht auch völlig aus. Macht super Licht und da braucht man keine Soft Box. Und wenn man es richtig soft haben will, dann baut man das an die Wand gegenüber, an die weiße Wand oder an das Styropor. Dann gibt es ein richtig schönes, weiches Licht. Und so weiter. Und so weiter.

Und dann geben wir noch einen Tipp zum Ton Ihr Lieben, ihr habt Akquise Gespräche, ihr habt Verhandlungs-Gespräche, ihr habt erst Kontakte über Video, weil logisch: Spart Zeit und spart Geld. Ach, können wir uns mal eben in einem Zoom Call kennenlernen? Können wir uns mal eben über Teams kennenlernen? So, und dann sitzt da und denkst: Okay, warte mal, dann mache ich mal einen virtuellen Hintergrund an. Eher nein, das wirkt nicht authentisch. Und wenn ihr Vertrauen aufbauen wollt zu dem, zu eurem Gesprächspartner, dann: Authentizität rules. Schaut euch mal das Video an, es kommt immer drauf an, dass nix hinterm Kopf ist, dass ihr ein bisschen eingerahmt seid. Das ja, bei dir ist jetzt da was. Aber das ist nicht schlimm. Das ist bei dir… Es ist total schön, dass das Licht so wunderbar ist. Ja, ich würde mir wünschen, dass viele von den Teilnehmern, die ich habe so ein schönes Licht haben. Aber grundsätzlich, wenn du es hinbekommst, dass nichts in deinem Kopf stört. Wobei Sonia hat dunkle Haare, das hebt sich auch schön ab vom Hintergrund. Sieht toll aus.

Hintergrund, virtueller Hintergrund? Eher nein. Das kratzt an der Authentizität. Und was wollte ich jetzt noch sagen? Aber es gibt so viel zu sagen. Das ist ja der Ton. Genau der Ton. Ich schalte mal eben um. Wir nehmen das jetzt hier über Zoom auf. Ich schalte mal eben um auf das integrierte Mikrofon des Rechners. Du weißt, wie das klingen wird, oder?

 

[00:18:32.720] – Sonia Schütter

Ja, ich habe eine Idee.

 

[00:18:35.800] – Yvonne de Bark

Ja. Warte. Muss das eben noch…. So, das ist jetzt das integrierte Mikrofon meiner Webcam.

 

[00:18:46.990] – Sonia Schütter

Es ist ein wenig schwierig, aber ja…

 

[00:18:50.140] – Yvonne de Bark

Ein bisschen, als würdest du mit einer Dose telefonieren oder so? Ja, und jetzt nehme ich die Dose wieder weg.

Und jetzt wieder über das Mikro, das ich hier habe. Ja, das ist, glaube ich, ein bisschen angenehmer. Der Ton. Und wenn ihr was präsentiert, zum Beispiel, ihr seid dann in Teams oder so und dann geht der Bildschirm teilen an und so weiter. Ja, dann bleibt ja nur noch die Stimme. Und wollt ihr den anderen dann mit so einem kratzigen „WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf“ Ton nerven, das ist anstrengend damit. Da hört man nicht so gerne so lange zu. Ja, und deswegen trage ich ein externes Mikrofon hier. Das ist mir am liebsten, weil wer das Video sieht, ich wusste hier sehr viel mit den Händen rum und dann würde ich auf jedes Stand Mikrofon… Da würde ich immer draufhauen. Und alles vom Tisch fegen hier. Deswegen habe ich mich für das Mikrofon hier entschieden. Also kann ich nur raten: Holt euch so was, es ist auch, also es ist eine Investition. Ich sage mal, mit 150 € bist du dabei, mit so einem Licht, mit einem externen Mikrofon wie das hier. Man kann bis nach oben hingehen. Ich weiß nicht, was du für die Soft Box gezahlt hast. Wahrscheinlich vielleicht 50 oder 100?

 

[00:20:19.030] – Sonia Schütter

Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr, aber ich habe gedacht, es ist bezahlbar. Wenn ich jetzt so eine Online-Show mache, das lohnt sich.

 

[00:20:24.580] – Yvonne de Bark

Ja, natürlich. Und ah, das ist kleiner Funfact noch mal: Diese Videokonferenzen gehen nicht mehr weg, das bleibt so! Jetzt haben wir den Salat und jetzt müssen wir das Beste draus machen. Und wenn man ehrlich ist, so viele Termine, wie man abrocken kann an einem Tag, ohne irgendwohin zu fahren, ohne im Stau zu stehen, ohne zu überlegen, welche Telefonate kann ich denn während der Fahrt noch führen, um die Zeit sinnvoll zu nutzen? Dieses, dieses eng getaktete ist tierisch anstrengend, ist aber, was auch unglaublich viel Zeit und Geld spart. Das ist schon toll, wenn man, dann macht man es doch gleich richtig, oder? Auch mit der Kleidung, vor der Webcam. Ihr müsst echt unterschiedliche Kleidung ausprobieren. Weiß kann zu sehr überstrahlen. Kleine Muster gibt den Moire Effekt. Kommt je nach dem auf die Kamera drauf an schwarz schluckt das Licht, die Konturen verschwinden. Da muss man auch gucken, dass man gut ausgeleuchtet ist, was dunkelblau glaub ich anderes ist. Bei mir kommt es dunkelblau.

Genau da muss man ein bisschen gucken, dass es auch gut ausgeleuchtet ist, sonst sitzt man da… Sonst ist das so wie so ein Loch schwarz und die Kamera Position, dass man genug von der Körpersprache sieht. Ihr verkauft ja über euch. Und wenn man nur vom Scheitel bis zum Kinn das Gesicht sieht, das ist zu wenig Körpersprache. Ja, vielleicht auch ein bisschen zu viel Information. Das ist zu nah an der Kamera dran und man sieht jede Regung. Aber man sieht dich nicht mehr, man sieht den Menschen nicht mehr. Ich bin jetzt hier. Ich habe meine Kamera so eingestellt, dass ich bis unter die Brust sogar zu sehen bin.

Klickst du gerade rum?

 

[00:22:17.430] – Sonia Schütter

Ja, ich kann das nämlich bei mir auch noch ein bisschen einstellen.

 

[00:22:23.490] – Yvonne de Bark

Ja. Ich finde das bei dir viel schöner. Jetzt ist das ist jetzt mehr Mensch, das ist mehr Sonia, das ist mehr. Jetzt habe ich eher im Bezug. Jetzt sieht man auch die schöne Kette und man sieht das Dekollete schön abgeklebt mit dem Dingsda. Ja, genau.

 

[00:22:43.860] – Sonia Schütter

Ja, wie du siehst, ich habe auch schon was mitgenommen und auch schon einiges, das ich finde. Du erklärst das total schön. Auch, dass ich verstehe: Warum sollte ich das tun?

Natürlich, ich habe von irgendwem schon mal gehört, die Kamera sollte auf Augenhöhe sein. Aber warum hat mir noch niemand erklärt. Und ich habe auch noch nie nachgefragt. Aber natürlich, das ist der Blickwinkel, den ich sonst auch habe. Und ich finde das gerade total toll, dass mal kapiert zu haben, weil das macht es mir ja auch viel einfacher, das tatsächlich mal zu machen und meine Kamera gleich noch mal richtig gerade auszurichten. Weil jetzt sieht man auch, dass sie nicht wirklich gerade ist.

 

[00:23:25.800] – Yvonne de Bark

Nur noch ein Zentimeter.

 

[00:23:29.280] – Sonia Schütter

Aber insofern. Das hat mich schon sehr weitergebracht hier.

 

[00:23:32.970] – Yvonne de Bark

Danke. Das freut mich. Siehste. Und das ist, dass das das ist, was ich will. Das ist der Grund, warum ich das mache. Sehr schön. Das freut mich. Ich hoffe, ihr habt auch ein bisschen ein bisschen was mitnehmen können. Weiß natürlich nur ein kleiner, kleiner, kleiner Teil von dem, worauf es ankommt. Und wichtig ist aber das individuelle Feedback, dass man, dass man ja mal hört. Wie wirkt das denn und wie wirkt meine Körpersprache? Kriege ich das mit dem Blickkontakt hin und wirklich lebendig? Wirklich zusammengefallen? Wie ist meine Sitzhaltung? Damit kann man auch einiges noch bewegen. Oder wenn ihr präsentiert: Hey, wenn ihr es irgendwie schafft, es im Stehen zu machen. Ja, bitte, bitte, bitte, bitte im Stehen. Dann die Kamera noch mal einrichten. Es gibt zum Beispiel so ein: Guck mal hier, so ein Dingsda, so ein Laptop, wenn man keinen verstellbaren Schreibtisch hat. Da kannst du dir einen verstellbaren Schreibtisch basteln und kannst im Stehen deine Videokonferenz machen. Oder ihr macht es richtig, macht es gleich richtig ordentlich und nimmt eine zweite Kamera, holt euch ein Flipchart oder was auch immer und macht dann hier so erklärt irgendwas am Flipchart.

Also man kann alles machen, ich muss es nur sehen. Also ich muss. Wir müssen einmal draufgucken.

 

[00:25:02.050] – Sonia Schütter

Du bist perfekt ausgestattet. Das ist total cool.

 

[00:25:06.700] – Yvonne de Bark

Es ist gar nicht so viel, das denkt man immer. Total lieb, dass du das sagst. Aber ich habe zwei Kameras.

 

[00:25:19.840] – Sonia Schütter

Und du kannst das. Du kannst das so perfekt umschalten.

 

[00:25:24.690] – Yvonne de Bark

Ja, das ist immer so ein Übe-Thema ist das. Aber das ist einmal angeschafft. Ich habe es. Vor zwei Jahren habe ich mir die Sachen angeschafft. Das hat sich bei mir amortisiert. Ist überhaupt kein Wort dafür.

Ich habe ein einziges Akquise Gespräch. Das habe ich verloren. Aber weil die Technik abgehakt ist, weil die Technik versagt hat. Die haben gesagt ja, sie können ja gar nix. Aber auch meine Kamera ist ausgefallen. Die Verbindung war schlecht. Es war ein einziges Mal. Aber ansonsten. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, eine Verbindung herzustellen zu dem anderen. Es macht einfach viel mehr Spaß. So als Nasenlöcher und schlecht beleuchtet und mit schlechten Ton und so!

 

[00:26:18.090] – Sonia Schütter

Du schaffst das. Aber ich habe tatsächlich auch gerade das Gefühl, eine richtige Verbindung zu dir zu haben, obwohl wir uns vor einer halben Stunde das erste Mal gesehen und gesprochen haben. Und ich glaube noch nicht mal per Email Kontakt hatten.

 

[00:26:30.240] – Yvonne de Bark

Also wenn du jetzt sagst du was ganz wichtiges, Sonia. Und wenn ihr die Gelegenheit habt und nur Audio hört, schaut euch mal Sonia an, falls sie dich noch nicht kennen. Die Sonia hat die Kamera eingeschaltet und hat gestrahlt. Von einem Ohr zum anderen. Und ich war… es ist 18:00. Ich bin platt. Wir haben beiden anstrengenden Tag hinter uns. Und die Sonia hat in der allerersten Sekunde mir das Gefühl von Wärme, Sonne, Fröhlichkeit. Ich hatte ihn wirklich in Bruchteilen von Sekunden Bock auf dieses Podcast Interview, auf diese Person, auf alles was kommt. Und das muss man schaffen.

Das ist wichtig. Aber das Lächeln verbindet Herzen sofort.

 

[00:27:31.310] – Sonia Schütter

Ja, ich bin jetzt gerade auch ein bisschen sprachlos.

Das wäre jetzt vielleicht noch die Frage gewesen, wo ich jetzt gedacht hätte. Das fänd ich persönlich noch sehr spannend, so zu wissen… es jeder geht in 1000 Meetings im Moment. Ich habe diese Woche, glaube ich zehn Termine. Für mich ist das schon echt viel, weil sonst habe ich null die Woche.

Hast du da auch noch Tipps? Der erste Tipp wäre schon lächeln. Auf jeden Fall. Das hilft der Fall. Was kann ja noch helfen?

 

[00:28:04.420] – Yvonne de Bark

Ja, das habe ich ja auch. Ich habe jetzt angefangen mit tatsächlich Atem Übungen. So ein bisschen Power atmen. Aber was immer mein Notfall Programm ist, dass ich zwischen den Terminen fange ich an zu hüpfen. Das geht bei mir nicht anders. Ich muss mich hoch pushen. Ich muss mir klar darüber werden. Jetzt abliefern, abliefern, abliefern. Es gibt bei mir selten Termine, die so hinlaufen. Entweder ich habe ein Training oder ich habe einen Vortrag oder ich hab mal Krisengespräch. Es ist alles immer. Hier kommt es immer auf was an, vielleicht einmal in der Woche, dass ich nur zuhöre. Aber sonst ist es immer abliefern. Und wenn ihr hüpft.. 20 Sekunden. Ungefähr eine Minute, bevor er die Kamera einschaltet. Bitte. Dann bringt euch das wieder in eine Ecke und es wird alles abgeschüttelt, was vorher passiert ist. Ihr bringt euch in eine bessere Stimmung, ihr bringt euch in eine andere Energie und so könnt ihr dann in den nächsten Termin rein. Und das ist zwar Notfall, aber meine Waden sind ganz gut trainiert mittlerweile. Ich muss wirklich ein paar Mal am Tag. So ein, zweimal muss ich schon mal hüpfen können.

 

[00:29:17.560] – Sonia Schütter

Das probiere ich auch gleich aus, weil ich habe gleich das nächste Meeting. Ich glaube, das probiere ich heute auch mal!

 

[00:29:25.280] – Yvonne de Bark

Ja, mach mal, mach mal und schreib mir, dann bist du gegangen, ist damit. Und ihr könnt mir gerne auch schreiben an Office@yvonnedebark.com, wenn ihr irgendwas wissen wollt. Oder schaut mal auf mein LinkedIn Kanal oder meinen YouTube Kanal oder meinen Podcast.

Oder Xing oder Instagram. Da könnt ihr mich mal besuchen.

 

[00:29:45.620] – Sonia Schütter

Ich verlinke das alles auf jeden Fall auf der Seite, sodass jeder die Möglichkeit hat, da zu schauen. Das kriegen wir hin.

Liebe Yvonne, ich habe kaum eine meiner Fragen gestellt, aber ich finde, das ist überhaupt nicht schlimm. Ich finde, das war trotzdem so spannend, dass ich denke, ich muss meine Fragen jetzt gar nicht mehr stellen. Du hast so viele coole Dinge erzählt, wo ich denke, da kann jetzt jeder von uns was mitnehmen. Ich brauchte meine Fragen heute nicht. Das war total toll.

 

[00:30:16.340] – Yvonne de Bark

Danke schön. Danke.

Das freut mich. Ich hoffe, ihr konntet viel mitnehmen für euch, oder? Wenn es nur eins, ein kleines golden nugget ist, was ihr mitnehmen konnte. Dann wäre ich schon glücklich. Das wäre für mich schon das Schönste und Größte. Vielen Dank.

 

[00:30:32.520] – Sonia Schütter

Sehr, sehr gerne. Ich glaube, jeder von euch Zuschauern / Zuschauerinnen konnte irgendwas für sich mitnehmen. Da bin ich mir sehr sicher. Ich hoffe, wir sehen uns beim nächsten Interview wieder.

 

Mein Name ist Sonia Schüttler und ich habe vor über 20 Jahren meine Ausbildung zur Industriekauffrau abgeschlossen. Danach habe ich jahrelange Erfahrung als Assistenz und Sachbearbeitung gesammelt und bin jetzt seit Anfang 2018 als selbstständige virtuelle Assistentin tätig.

Selbstständig zu sein ist für mich mehr als nur ein Job: Durch die Freude an der Arbeit und den tieferen Sinn, den ich darin sehe, kann ich noch bessere Leistungen für meine Kunden:innen erbringen.

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