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Als erfolgreiche Führungskraft mit 45 plus selbstständig machen? – Interview mit Sabine Votteler 

Dies ist ein Interview aus meinem Online-Kongress „Entspannt organisiert im Business„.

Sabine Votteler ist Gründungscoach für Manager

Als erfolgreiche Führungskraft mit 45 plus selbstständig machen? – Sabine zeigt Dir, wie Du aus Deiner Expertise und der Schatzkiste Deiner Erfahrung Dein eigenes Business machst!

Dank ihres eigenen, riesigen Erfahrungsschatzes beim Aufbau mehrerer Unternehmen ist sie die perfekte Mentorin für den Karriereausstieg: Sie hilft Dir dabei, selbstständig zu werden ohne Dich zu verbiegen und Freiheit, Leichtigkeit und Selbstbestimmung zu gewinnen.

In unserem Interview erläutert sie die Herausforderungen und Vorteile, die Dir begegnen, wenn Du Dich aus dem erfolgreichen Angestelltendasein selbstständig machst und gründest. Hör auf jeden Fall rein, wenn Du noch angestellt bist – es lohnt sich!

Besonders inspirierend fand ich, welche Schritte Sabine mit ihren Klienten:innen geht, wenn sie ihre Expertise finden wollen.

Transkript zum Interview:

Sonia:

Hallo und herzlich willkommen zu „Entspannt organisiert im Business“, dem Online Kongress, mit dem du deinen Weg aus dem Orga Chaos finden kannst. Mein Name ist Sonia Schüttler. Ich bin wie immer deine Gastgeberin. Nimm Dir auch heute gerne wieder was zu schreiben zur Hand und lass dich inspirieren. Ich habe heute Sabine Votteler zu Gast und Sabine ist Gründungs-Coach für Manager. Hallo liebe Sabine, schön, dass du da bist.

 

Sabine:

Hallo liebe Sonia, ich freue mich auch, dass ich da bin. Vielen Dank für die Einladung.

 

Sonia:

Sehr, sehr gerne. Das ist ein sehr spannendes Thema. Wie wird man oder bzw wie wird Frau Gründungs-Coach? Ja, wie bist Du dazu gekommen?

 

Sabine:

Ja, es ist eigentlich, wenn man es dann weiß und man dann mal draufgekommen ist, eigentlich ziemlich naheliegend. Ich helfe Menschen eben, wie du schon sagtest, Managerinnen, Managern, Führungskräften, Leuten, die schon Jahrzehnte in ihren Karrieren sind und schon einiges gewuppt und geschafft haben, auszusteigen und sich selbstständig zu machen, weil sie einfach unglaublich viel mitbringen an Erfahrung, an Expertise, aber auch an persönlicher Lebenserfahrung. Was eine riesengroße Schatzkiste ist, auf der wir sitzen, auf deren Basis man sich selbstständig machen kann und andere einfach profitieren lassen kann von dem, was man selbst in all den Jahren gelernt hat. Und warum ausgerechnet diese Zielgruppe? Weil ich selbst eben auch aus dieser Situation gekommen bin, bevor ich gegründet habe. Also, das heißt auch ich bin mit 49 letzten Endes aus der Führungs-Karriere ausgestiegen und habe halt genau den gleichen Themen gekämpft, mit denen auch meine Kunden kämpfen. Nämlich du bist irgendwann, gehst auf die 50 zu und auf einmal sozusagen fällt dir auf, dass das Leben ja doch endlich ist.

Vorher überlegt man sich das einfach nicht so „Na ja, also ich habe ja noch Zeit für alles.“ Und dann kommt einfach In der sogenannten Mitte des Lebens, wo auch immer man die jetzt genau verorten will, verändert sich halt auch Prioritäten. Und dazu kommt, dass viele Leute dann eine Position haben, wo sie sagen, das ist eigentlich das, was ich mir immer gewünscht habe. Ich habe jetzt eigentlich so äußerlich alles erreicht und stelle fest, innerlich bin ich nicht mehr so richtig zufrieden und habe so das Gefühl einer gewissen Leere und weiß eigentlich nicht, was das jetzt noch für einen Sinn macht. Weil es ist immer wieder dasselbe. Ich habe alles schon mal gesehen und jetzt noch höher, weiter, schneller geht entweder nicht oder reizt mich einfach gar nicht mehr. Und das Ziel, das Ursprungs Ziel war es halt immer so, worauf man hingearbeitet hat, das ist erreicht und du hast es jetzt und machen dich jetzt die nächsten 15 20 Jahre das Gleiche. Und da kommen halt ganz, ganz viele an, die an die Stelle der Sinnfrage: Was, was, was macht Sinn, was will ich eigentlich wirklich? Was wollte ich immer noch machen? Ich habe mir damals auch gedacht: Oh, wenn ich jetzt nicht langsam mal anfange, dann schaffe ich das alles gar nicht mehr, was ich noch machen wollte. Ja, und so kommt man halt da gerne in dieser Phase an den Punkt, wo man sich und sein Leben und seinen Job in Frage stellt und viele dann einfach sagen: Ich habe eigentlich viel zu wenig Zeit, auch für mich. Ich habe viel zu wenig Freiheit, ich fühl mich eingeengt, ich fühl mich… oft fällt da der Begriff Korsett tatsächlich. Ich fühle mich wie in einem Korsett und ich möchte mehr Selbstbestimmung und mehr Selbstbestimmung. Das wissen diese Leute dann auch. Oder sie ahnen es zumindest. Mehr Selbstbestimmung ist in einer anderen Position, in einer ähnlichen Position, in einer neuen Firma auch nicht möglich. Sie sagen dann alle: Ja, das ist am Anfang dann wieder spannend. Aber ich werde wieder an den Punkt kommen, wo es mir eigentlich zu eng wird. Also was mache ich jetzt? Die eine gute Alternative ist dann in die Selbstständigkeit zu starten.

Und weil ich genau an dem Punkt war und es damals gewagt habe und festgestellt habe: Ja, das war für mich ein regelrechter Befreiungsschlag. Es war für mich ein Beginn eines riesengroßen Abenteuers, das war für mich so, so ein Wow Erlebnis. Also auf einmal wieder nicht mit einem Schlag, aber so Stück für Stück die bunte Welt zu sehen, die es da außerhalb gibt, die ich jahrzehntelang gar nicht mehr wahrgenommen habe, weil ich echt Scheuklappen aufhatte, halt immer so auf meinen auf meiner Schiene war. Und das war für mich einfach… Das bedeutet für mich so viel Freiheit. Heute noch, nach jetzt sieben Jahren, ist mir das ganz, ganz bewusst und… Höre ich das ganz oft. Das Boah! Ich bin echt so privilegiert.. Ich habe es echt so gut, dass ich diese Freiheit habe. Und genau deshalb helfe ich jetzt halt, anderen dasselbe zu machen und dieselbe Freiheit zu erlangen sozusagen.

 

Sonia:

Ja, das ist ja auch, da bist du ja auch in einer sehr guten Position, wenn du selber aus diesem Momentum heraus gesagt hast. Hey, ich brauche auch mehr Selbstbestimmung für mich. Du hast ja schon so ein paar Sachen aufgezählt, wo die Vorteile sind… das sind ja dann Menschen, die schon in einem gewissen Alter sind. Das sind ja nicht die, die gerade aus dem Studium kommen.

Gibt es auch so Herausforderungen, die gerade dann besonders da sind, wenn ich in dem Alter sage „Okay, ich mach das jetzt.“

 

Sabine:

Klar. Also ich geh jetzt mal nicht auf die üblichen Vorbehalte bezüglich Alter ein, aber das hat jeder, denke ich, dass man sagt ja, aber ob das nicht vielleicht schon zu spät ist. Und so weiter. Also vom Alter her, schaffe ich das denn noch. Also das ist schon mal von vornherein aus meiner Sicht Bullshit. Also das schafft man auch mit 70, wenn man will. Und außerdem ist es 50 oder 45 plus ist kein Alter. Und erst gestern oder vorgestern habe ich mit jemandem gesprochen, die auch mit ich glaube 48 beschlossen hat, aus der langjährigen Konzern Karriere auszusteigen. Und die erzählte, dass Bekannte von ihr tatsächlich gesagt haben: Ja, lohnt sich das denn jetzt noch? Aber ich meine, wenn man noch 20 Jahre Pflicht Arbeitszeit sozusagen vor sich hat, dann kann man doch jetzt sagen das lohnt sich nicht mehr. Ich mein, 20 Jahre vor sich hin vegetieren in einem Job, der keine Erfüllung und keinen Spaß mehr bringt. Hallo? Also das ist doch keine Alternative. Jedenfalls nicht aus meiner Sicht.

Aber was ist schwierig, was ist eher schwierig? Also ich arbeite ja mit Leuten, die wie gesagt schon lange drin sind. Da geht es nicht zu sehr ums Alter, sondern dass man einfach so lange an diese Strukturen gewöhnt ist. Und auch natürlich, wenn man jetzt Führungskraft ist oder in einer höheren Position, auch an all die, die Umstände und auch Vorteile, die das hat. Also zum einen allen voran natürlich das Gehalt, gut, jeder hat wahrscheinlich und die meisten haben finanzielle Bedenken, wie mache ich das Geld und haut das hin und verdiene ich schnell genug wieder ausreichend Geld usw. Das Thema treibt wahrscheinlich fast jeden um, aber wenn ich halt relativ viel verdient habe, dann ist es halt noch ein größerer Schritt zu sagen ich im Notfall verzichte ich da jetzt erst mal eine Weile komplett drauf. Und dann hat man natürlich ja so gewisse Unannehmlichkeiten und so gewisse Strukturen in so einer Anstellung, wo einfach sagt: Also ja, ich habe ein Team. Zu mir hat mal ein Coach gesagt vor einigen Jahren: Sabine, du denkst immer noch als wärst du in Corporates und hättest ein riesen Team, das dir zuarbeitet.

 

Du musst viel schneller denken, du musst viel kurzfristiger denken. Du musst viel unperfekter denken und auch sein, weil du hast keinen Stab hinter dir, der dir das alles erledigen kann. Natürlich kann ich mir extern Unterstützung holen, aber zunächst muss ich doch mal ganz, ganz viel allein machen. Da kommt man gleich zum nächsten Thema das operative Arbeiten, was solche Menschen halt auch schon seit vielen Jahren nicht mehr gemacht haben. Das ist jetzt zum einen Mal, dass sie sich manchmal tatsächlich bestimmte Dinge nicht zutrauen, weil sie sagen: Gott, ich habe davon überhaupt keine Ahnung, weil ich habe das nie selbst gemacht. Ich habe mir immer meine Mitarbeiter gemacht. Und zum anderen natürlich auch, dass sie teilweise auch einfach keine Lust dazu haben, dass sie keine tatsächlich keine Ahnung haben. Von vielen operativen Dingen, zum Beispiel auch von der Social Media Onlinewelt, haben ganz viele keine Ahnung. Und es hat nichts im Alltag zu tun, sondern einfach, weil es nie das Sie haben das nie gebraucht bis dato. Und natürlich auch zum Beispiel dieses: Ich muss mich selbst organisieren.

 

Und wenn man denkt, vielleicht na ja, das sind ja alles in der Regel gescheite Leute und gestandene Leute, die müssen sich doch selbst organisieren können, ne, die sind manchmal super erstaunt, was dann was passiert, wenn sie eben nicht mehr durch ihren Terminkalender einfach getaktet werden und durch bestimmte Ziele und bestimmte, ja bestimmte Deadlines, die gehalten werden müssen, ihre Struktur kriegen. Das ist, das ist für viele tatsächlich eine Herausforderung, wirklich den Tag effektiv zu gestalten und effizient zu gestalten. Ja, und dann natürlich auch so Dinge wie: Plötzlich ist die Rolle, über die man sich ja jahrzehntelang definiert und identifiziert hat, weg. Also ich bin nicht mehr die Marketing Direktorin der Firma XY oder ich bin nicht mehr der CFO von, sondern ich bin einfach nur noch Sabine und plötzlich kennt dich kein Mensch mehr. Du bist total unwichtig, es braucht dich keiner mehr, du hast keine Meetings mehr. Und das ist für viele… Für mich war das damals gar nicht schlimm. Ich habe es genossen, ehrlich gesagt. Aber ich höre das halt von an und für viele ist auch das eine Riesenherausforderung.

 

Dieses „sich neu zu finden“ und einfach ja seine Identität tatsächlich anzupassen, ist ja auch klar. Bisher hat man sich halt nicht nur nach außen, sondern auch für sich selbst so definiert und das bricht regelrecht weg. Und es ist ein großer Teil des Lebens. Und das muss ich halt wieder neu aufbauen. Dich da wirklich neu finden, eine neue Rolle finden und auch eine neue Geschichte führt nicht tatsächlich finden. Wenn du bisher halt ja wie zum Beispiel eben die Marketing Direktorin von irgendeiner Firma warst. Und darum haben sich deine Erzählungen gerankt und so bist du aufgetreten. Brauchst du jetzt neue Stories, neue Geschichten, eine neue Narrative. Und das braucht Zeit und braucht Gewöhnung. Genau. Und dann natürlich grundsätzlich Unternehmerinnen, Unternehmer oder Selbstständiger zu sein, ist komplett was anderes als Manager zu sein. Und selbst wenn du mal wesentlich kleineres Budget vielleicht hast, für viel weniger Umsatz verantwortlich bist etc. meinst Du technisch ist das komplett was anderes? Du musst dich selbst führen und das ist schon mal die erste Herausforderung. Du musst dein eigenes Geld investieren und das ist vielleicht auch noch eine kleine Geschichte.

 

Ist ganz witzig. Ich mach ganz oft mit solchen Menschen die Erfahrung, dass sie sich unglaublich schwer tun, Geld zu investieren für sich und eben zum Beispiel für jemanden wie mich, der sie halt berät. Und da ist es ja nun nicht so, dass die das Geld nicht haben. Ja, aber ich merke, dass Menschen, die aus so einer Rolle kommen, extrem auch darauf getrimmt sind, ja Budgets zu kontrollieren, da auch wirklich in Führung zu bleiben, Dienstleister, Honorare zu verhandeln. Die ziehen auch so ein Stück weit Selbstbefriedigung daraus, wenn sie Preis drücken können und einfach genau wissen zu wollen: Was kriege ich für mein Geld? Also möglichst noch eine Liste mit Angebot geschickt bekommen. Und so weiter. Das ist so typisch, weißt du das? Aber ich sage immer, ich denk mir immer: Ich war ja genauso, sie können ja nichts dafür. Es ist halt einfach das Leben, wo sie herkommen und und und. Früher haben sie halt mit riesigen Budgets praktisch gehaust. Aber es ging nie um das eigene Geld.

 

Und das ist tatsächlich hätte ich mir nie gedacht, dass das so krass ist. Aber es ist noch mal was ganz, ganz anderes.

 

Sonia:

Na ja, die wachsen dann auch so in ihre Rolle rein. So ging mir das in meiner Anfangszeit als Selbstständige ja auch. Ja, genau. Spannend.

Und du? Du hast ja auch jetzt schon mehrere Businesses aufgebaut. Das ist, glaube ich, wenn ich das so richtig gelesen habe, das klang fast ein bisschen wie ein Hobby von dir.

 

Sabine:

Könnte man so sagen. Ja, ja, tatsächlich. Ich mach das total gerne. Und ich durfte halt schon in meiner angestellten Zeit mehrere Unternehmen aufbauen und zwar wirklich komplett eigenverantwortlich. Also ich also mit dem Budget, meiner Arbeit, meines Arbeitgebers sozusagen, aber wirklich alles genau so definiert, wie ich es für richtig hielt und wie ich es haben wollte. Und das ist etwas, was mir unglaublich viel Spaß macht Dinge von null an aufbauen und dann auch wirklich zum Laufen zu bringen, ein Team aufzubauen, die Leute hinter mich zu bringen und all das. Und vielleicht, wie ich auch, wie ich ausgestiegen bin, hatte ich nicht von vornherein die Absicht, mich selbstständig zu machen, sondern für mich war eigentlich so die Idee, ich such mir wieder einen Job. Und während ich dann halt diverse Jobangebote wahrgenommen habe, also Gespräche gemacht habe. Und so weiter. Die kommen natürlich dann auch nicht täglich rein ab einer gewissen Position.

 

Was mache ich denn jetzt? Und dann dachte mir: okay, du kannst ja mal probieren, ob du einfach so freiberuflich Aufträge machen kannst für Leute, die dich kennen aus dem Netzwerk, Leute, von die man aus dem Jobcenter von früher oder wie auch immer und das ist auch sehr schnell gelungen. Also ich habe wirklich, nachdem ich das jemanden gesagt hatte, dass ich das vorhabe, hat der mich zwei Tage später zurückgerufen und ich glaube, ich hätten Auftrag für dich. Okay, cool. Das war dann gleich ein internes Mandat über mehrere Monate. Und das war ziemlich cool. Ist auch gut bezahlt. Und dann ging das irgendwie so weiter. Ich habe mich parallel immer mal wieder vorgestellt als ein Fest für eine Festanstellung und aber so ein Projekt nach dem anderen gemacht. Und es waren total unterschiedliche Sachen, weil es von Leuten kam, die mich halt kannten, aus unterschiedlichen Zusammenhängen.

 

Das war mal eine neue Positionierung von der Firma, das war mal eine neue Sorte Mensch Strategy, das war mal der Aufbau von der Marketingabteilung, es waren die unterschiedlichsten Sachen und so habe ich erst Geschmack daran gefunden und habe dann irgendwann gesagt Ich, ich will nicht zurück. Also zumindest jetzt noch nicht, weil ich habe das noch gar nicht richtig ausgekostet, weil ich fand es schon ziemlich cool, diese Freiheit. Und dann habe ich das knapp zwei Jahre gemacht, bis es mir zum Hals raus hing, weil ich dann festgestellt habe, diese Freelancer, okay, das ist eigentlich nicht so viel anders als das, was ich im Job hatte. Zwar ohne Chef, aber auch mit oft ziemlich engen Vorgaben.

 

Und hohen Anforderungen und Erwartungen vom Auftraggeber, was man wann zu tun hat und wo ich wann vielleicht zu einem Meeting zu erscheinen hatte usw. Und das ist mir dann auch zu eng geworden. Irgendwann dachte ich mir, das ist eigentlich nicht das, was du dir von der Selbstständigkeit vorstellst. Und ja, dann habe ich wirklich das erste Mal überlegt, nicht? Was ist naheliegend, was kann ich, was braucht der Markt? Sondern an einer anderen Stelle angefangen, die ich mir früher nicht zugestanden habe, nämlich: Was machst du eigentlich am liebsten? Und das war total einfach für mich zu beantworten. Es war wirklich dieses Jahr aufbauen, Unternehmen aufbauen, gründen und. Und dann dachte ich mir: Okay, wenn du das jetzt so alle 6 bis 12 Monate machst, kommst du nie auf einen grünen Zweig. Du kannst nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen. Das bringt nichts. Also irgendwie. So geht’s nicht. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt tatsächlich auch schon zweimal für mich zusammen, jeweils mit zwei unterschiedlichen Frauen was gegründet.

 

Aber vielleicht helfe ich einfach anderen. Und da war der erste Gedanke sofort wieder Corporates. Weil das hatte ich in meiner in meiner Freelancer Zeit auch mal gemacht. Also so neue Geschäftsideen für eine Firma entwickelt. Und da war aber gleich wieder dieses Grummeln im Magen. So weit zurückgehen, das Umfeld. Mit Corporates wollte ich eigentlich zu dem Zeitpunkt nichts mehr zu tun haben. Ich wollte nicht mehr mit Firmen arbeiten oder für Firmen arbeiten. Und dann war halt der nächste Gedanke: Na ja, aber für Leute, die genau so sind wie ich, die in der gleichen Situation sind, genau, weil ich das einfach ja super gern mache. Das finde ich einfach unglaublich spannend. Dieses Thema Unternehmen aufbauen.

 

Sonia:

Na ja, du bist ja dann auch die perfekte Unterstützung dafür. Das ist ja, das ist ja so komplett deine Expertise, oder?

 

Sabine:

Ja, genau.

 

Sonia:

Wie ist das denn, wenn ich jetzt. Das stelle ich mir jetzt unheimlich schwierig vor, wenn ich jetzt lange Jahre in einer Position tätig war und ich sage dann: Okay, ich will jetzt Unternehmer, Unternehmerin werden, ich will mich selbstständig machen. Wie finde ich denn dann so in dem Moment für mich meine Expertise, dass ich sage: Hey, ja, genau das ist das, womit ich mich selbstständig machen möchte. Hast du da irgendwie so ein, zwei Tipps?

 

Sabine:

Ja, das ist in der Tat für die meisten sehr schwer. Also die meisten, die zu mir kommen, wissen das noch nicht, was sie machen wollen und womit sie sich selbstständig machen wollen oder könnten. Und ich sage ja immer, das habe ich eingangs schon erwähnt, und du hast das jetzt gerade aufgegriffen. Es ist die eigene Expertise, die schon da ist. Du brauchst nichts Zusätzliches mehr, es ist alles schon da und es ist. Am besten immer eine Kombination aus dem, was du fachlich kannst. Das muss jetzt nicht unbedingt aus der beruflichen Zeit kommen, das konnte jetzt auch keine Ahnung. Wenn du Skilehrer bist, dann könnte auch was mit Schäferhund zu tun haben, weil im ganz banalsten Fall. Also es muss etwas sein, was du kannst. Und es muss vor allem was sein, was du gerne machst. Und dann ist das zweite wesentliche Element ist die persönliche Erfahrung. Und zwar eben genau das, was man bei mir jetzt auch sieht. Das so aus einer Situation heraus etwas gelernt hast, was jetzt andere in meinem Fall jetzt als Beispiel mal der Einfachheit halber andere Gründungs Berater so halt nicht kennen, weil sie vielleicht einfach nie in der Situation waren, dass sie aus Cockpit ausgestiegen sind und eben diesen Schmerz gespürt haben und diese, diese Enge und so weiter wie ich und das macht halt dann wirklich das die Source aus, dass du die Situation kennst.

 

Und meiner Erfahrung nach früher dachte ich immer gab es doch nicht viel anders als jede Gründungs-Beratung. Ja, aber es ist für dich, für die Menschen, für die Kunden, die du ansprichst tatsächlich anders. Also zum einen kannst du dich natürlich viel leichter vom Wettbewerb abheben, kannst Dich viel besser positionieren, kannst die Menschen viel besser ansprechen als tatsächlich. Das ist tatsächlich das Wesentliche, dass deine potenziellen Kunden sich einfach. Dass sie sich verstanden fühlen, dass sie wirklich, wirklich das Gefühl haben, du sprichst über sie. Bei mir passiert es, dass ich auf normale Mails, die standardmäßig rausgehen, an meinen Verteiler Antwort Mails bekomme, dass jemand schreibt. Also heute mal wieder. Ich habe das Gefühl, du sprichst über mich. Und das ist einfach, weil. Weil halt: Man denkt ja immer, man ist dann in dieser Situation alleine. Aber es gibt ganz viele andere. Und wenn die Situation noch so ist, so strange und wird es. Es gibt trotzdem so viele andere Dinge genau gleich geht. Und die, die sich nicht trauen, das zu sagen oder öffentlich zu äußern oder laut zu äußern, sich damit zu outen und die dann total dankbar und froh sind, wenn jemand kommt und sagt Ich weiß, wie es dir geht.

 

Und deshalb ist diese persönliche Erfahrung so wichtig. Auch deshalb. Das sage ich auch bei Leuten, die jetzt nicht in den emotional emotionalen Bereich gehen, sondern wobei es eine aber bitte wie immer ins Emotionale geht, weil ja der Gesprächspartner, der Ansprechpartner immer auch ein Mensch ist, der ein gewisses Problem hat. Auch wenn es um das Problem der Firma geht, hängt er trotzdem selber emotional irgendwie mit drin. Aber auch wenn du eine ganz normale Beratung bist, ist es so, dass auch Unternehmen und Unternehmens Ansprechpartner total scharf sind auf Erfahrungen von jemandem, der genau dasselbe schon mal gesehen hat. Schon mal, schon mal gemacht hat, schon mal Druck gemacht hat, schon mal gelöst hat. Das ist ja auch ein großer Vorteil, wenn man sich einen Berater ins Haus holt, der sich in einer bestimmten Prognose auskennt, dass man weiß, der hat einfach viel mehr Zeit als wir, weil der kennt auch noch die großen Wettbewerber oder die Themen der anderen. Und ich sage immer. Zeigt das, was du gemacht hast und was du daraus gelernt hast und was deine Kunden daraus lernen können, was sie von dir und deinen Erfahrungen lernen.

 

Das ist eigentlich das Wesentliche und deshalb ist es…. Jetzt komme ich wieder zurück zum Anfang der Frage: Wie? Wie finde ich das raus? Das ist also erstens ist ein Prozess. Ich kann das. Ich kann nicht sagen, beantworte mal, also kann ich schon machen. Manche auch, aber das ist aus meiner Sicht nicht zielführend. Beantworte mal die drei Fragen hier und dann hast du hast es nicht die, die die Problematik oder die Herausforderung ist nämlich am Ende die richtige Kombination zu finden. Aber der erste Teil ist immer du selber. Was? Wer bist du? Und da gibt es, da gibt es tatsächlich Fragen Kataloge dafür: Was kannst du? Was waren wir, eine Herausforderung bisher in deinem Leben? Was macht dir am meisten Spaß? Was hast du schon als Kind gern gemacht? Da kann man die Lebenslinie aufzeichnen und gucken, was man daraus ablesen kann. Dann:Was sind deine Wertvorstellungen? Was sind die idealen Rahmenbedingungen, wenn du arbeitest für dich und und und. Da gibt es ganz viele Fragen. Das ist das eine.

 

Und dann sage ich immer: Bitte nicht parallel schon versuchen, im Hinterkopf zu überlegen: Und wer könnte es brauchen? Weil das machen die meisten. Das ist nicht, das geht nicht, das ist zu komplex, das schaffst du nicht, da kommst du total ins Gewurschtel. Also zuerst nur dich selbst anschauen, das dann beiseitelegen, tatsächlich erst mal ad acta legen und dann komplett frisch separat anfangen zu überlegen, mit wem kann ich mir vorstellen zu arbeiten? Mit welcher Art von Firmen, mit welcher Art von Menschen, mit welcher Art von Teams? Was ist mir da wichtig? Wen kenne ich vielleicht, wo ich sag, mit dem wäre es cool? Wie kann ich das vielleicht verallgemeinern und sagen: Alles sind Menschen, die so und so ticken. Einfach mal eine Liste machen, zu wem man einen Zugang hat, wen man magst, wenn man will. Wo man die Situation versteht, wo man vielleicht in der Kindheit schon irgendwas erlebt habe, wo man sagt, da weiß ich genau, wie es diesen Menschen geht, weil ich selbst in so einer Familie aufgewachsen bin oder was auch immer.

 

Und das parallel, also extra machen und dann und dann diese Zielgruppen aufgrund von verschiedenen Kriterien wieder eindampfen, so dass man am Schluss bei zwei bis maximal drei möglichen idealen Zielgruppen ankommt. Und dann kommt das Schwierige, dann das, was dich ausmacht und was du sozusagen bieten kannst, mit diesen Zielgruppen zu machen und zu gucken, wo ergibt sich da wirklich die beste Schnittmenge, wo ich wirklich mit genau dem, was mich ausmacht, anderen Menschen ja richtig, richtig gut helfen kann. Und das zusammenzubringen, das ist tatsächlich knifflig und da braucht man auch aus meiner Sicht Hilfe. Also das davor, das kann man vielleicht noch selber analysieren, aber dies zusammenbringen, da sieht man halt oft selbst den Wald vor lauter Bäumen. Nicht, dass man latent viele Dinge nicht die ein Außenstehender sieht. Einfach sagen kann ich aber ja, wenn ich mir das und das anschaue. Es ist eigentlich ziemlich, ziemlich naheliegend und ziemlich logisch, dass das zusammenpasst.

 

Sonia:

Da ist man ja selber oft betriebsblind. Das ist ja total verständlich.

 

Sabine:

Man steckt halt einfach mitten drin und ist mit allem so, also wenn du ich komme aus dem Marketing ursprünglich, aber dich selbst zu positionieren total schwierig, oder? Keine Ahnung. Der Friseur schneidet sich in der Regel die Haare selbst, sage ich immer.

 

Sonia:

Ja. Ich kann mir aber vorstellen, dass wenn man da die richtige Partnerin an der Seite hat, dass das ein unheimlich effektives Modell ist, das erst mal so für sich getrennt aufzuschlüsseln und dann zusammenzubringen. Ich glaube tatsächlich, wenn man die richtige Partnerin an der Seite hat, die da auch noch mal ein Blick von außen drauf, dass das das ein sehr erfolgreiches Modell ist, was ich dann hinterher habe. Schön finde ich das.

 

Sabine:

Und dann kommt natürlich dabei kommt natürlich dann was raus. Logischerweise ganz, ganz natürlich kommt da ein Businessmodell raus. Was du dann auch wirklich gern machst, weil es halt einfach auf deinen Werten und auf deiner Basis beruht. Und das ist ja jetzt der Hauptgrund, warum meine Kunden sich selbstständig machen. Ich habe keine Kunden dabei, die sagen, ich mache das nur, weil ich viel Kohle verdienen will. Da geht es überhaupt nicht drum. Die wollen natürlich auch Geld verdienen. Logisch. Und das sollen sie auch und das können sie auch. Allerdings ist denen das Thema Sinngebung, Erfüllung, Flexibilität, Freiraum und so viel, viel wichtiger. Das und das. Dann habe ich das verstanden. Das muss das Business einfach auch leisten. Sonst kann, finde ich, von vornherein vergessen.

 

Sonia:

Ja, das finde ich selbst in meiner Tätigkeit als Assistentin, wo man ja, das ist ja jetzt nicht „wer weiß, was für eine Tätigkeit“. Aber selbst ich sage, ich arbeite nur mit Menschen, bei denen ich denke, die sind sympathisch, das Business, da muss ich auch selber dahinterstehen können. Da muss ich sagen können: Ja, dafür stehe ich jeden Tag mit Freude auf und mache das. Was bringt mir sonst meine Selbstständigkeit? Dann kann ich mich tatsächlich auch irgendwo anstellen lassen.

 

So, das ist für jeden sehr wichtig. Eigentlich, wenn man sich das eingesteht. Und gibt es bei dir denn jetzt noch, dass du sagst, ich habe auch Herausforderungen in meinem Business? Weil das das klingt alles so, das klingt wie ein perfektes Bild, dass du so deinen perfekten Weg gefunden hast. Gibt es bei dir Herausforderungen?

 

Sabine:

Ja, klar. Also, hallo. Ich meine, ich bin jetzt kein Wunderkind, oder was. Sondern natürlich. Gott sei Dank. Ganz ehrlich? Das klingt jetzt vielleicht für manchen Zuschauer der Zuschauerin irgendwie. Ja, so ein bisschen. Ich weiß nicht. Weich gewaschen… Aber dazu kann ich sagen, ich bin eigentlich gar nicht sehr Wischi oder so, ich bin eher so Zahlen, Daten, Fakten getrieben. Aber wirklich für mich. Also, ich habe mir angewöhnt. Herausforderungen sportlich zu nehmen und daraus meinen Ehrgeiz zu entwickeln, diese Herausforderungen einfach wie bei einer Challenge oder als Challenge zu bewältigen. Weil ich mittlerweile einfach weiß, aus meiner Lebenserfahrung heraus auch. Es geht immer wieder toller auf und das Leben verläuft zyklisch. Es gibt immer Ups und Downs und ich weiß bei jedem Down, dass wir dann abkommt. Und ich habe mal was gehört und das Bild finde ich so nett: Wenn es bergab geht, dann zurücklehnen und Schwung holen für das, für die Periode, wo es wieder hochgeht.

 

Und ja, natürlich, jeder hat Herausforderungen auch ich habe Herausforderungen. Und auch ich habe Tage, wo ich denke: Ach so ein Scheiß, und heute läuft’s gar nicht. Also manchmal ist ja auch wirklich scheinbar alles schief und nix funktioniert . Aber ich weiß, morgen sieht es wieder ganz anders aus. Einmal drüber schlafen und dann, selbst wenn ich wirklich am Boden bin und mich und mich kaum mehr motivieren kann ich weiß, am nächsten Tag bin ich wieder los. Da habe ich, da habe ich keine, zum Glück kein Problem mit. Und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt. Was man, als wenn man selbstständig ist, auch können muss. Man muss sich selbst immer wieder motivieren können. Das ist ja jetzt, das hat ja jetzt nichts, nur was zu tun mit einer positiven Einstellung oder so, sondern das hat für mich auch einfach was zu tun mit Selbstverantwortung und der Selbstführung sozusagen. Also sich selbst einfach mal so Anweisungen zu geben und die dann auch zu befolgen: „Sabine jetzt bekommen wir aber den Hintern wieder hoch. Jetzt ist genug gejammert. Das haben wir gestern gemacht und jetzt ist wieder gut. Also wirklich.“ Sich da selber auch einfach so in die Pflicht zu nehmen und sagen: Hey, was soll das? Weil wenn ich jetzt da sitzen bleiben in meinem Loch und weine, ändert sich nix. Also was, das bringt ja nix da.

 

Sonia:

Ja, ich glaube auch. So ist es mir jetzt zumindest so in den letzten Jahren gegangen. Ich wachse auch mit jeder Herausforderung, die ich habe. Genau wenn ich diese Herausforderung bezwungen habe, dann macht sie mir beim nächsten Mal keine Angst mehr. Und dann, ja dann kommt die nächste. Aber die werde ich dann wahrscheinlich auch irgendwie schaffen. Ich glaube, das geht vielen so!

 

Sabine:

Ja, ja, ja, genau.

 

Sonia:

Und ich kann mir auch vorstellen, dass es schwierig ist, wenn ich aus einer Führungsposition komme. So eine Work Life Balance hinzukriegen, weil das also zumindest ist das jetzt, vielleicht ist das ein Glaubenssatz bei mir so eine Schublade. Aber ich habe schon so den Gedanken, wenn jemand aus der Führungsposition kommt, dann arbeiten die es von morgens bis abends. Und die kennen keine Pausen, keinen Urlaub, gar nichts. Hast du was? Was ist deine Erfahrung? Wie kann ich das dann hinkriegen, dass ich meine Work Life Balance finde?

 

Sabine:

Ganz ehrlich: Ich mache da gar nicht so ein großes Ding raus aus dieser Work Life Balance und. Solange es nicht schädlich ist, solange es mich nicht fertig macht, solange es mir keine schlaflosen Nächte bereitet, finde ich. Ist total okay, wenn man viel arbeitet. Ich arbeite nicht immer gleich viel, aber es gibt Phasen der Arbeit, wahnsinnig viel. Und ich sage auch zu meinen Kunden: Ja. Also raus! Nicht denken, dass du jetzt weniger arbeitest. Zunächst mal als vorher. Also das kann sein, das kann man sich aus meiner Sicht gleich mal abschminken. Aber es macht halt in der Regel. Und wenn nicht, dann ist was falsch. Macht es einfach mehr Spaß. Und wenn man selbstbestimmt arbeiten kann und wenn man ja, ich weiß noch, gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit, wie das alles noch so im Aufbau war. Da bin ich auch sonntags früh. Ich bin aufs Bett gesprungen, ich konnte einfach nicht mehr liegenbleiben, weil ich so viele Ideen hatte und ich musste die zu Papier oder zu Computer bringen, weil mich das so getriggert hat und so angemacht hat und mir so viel Spaß bereitet hat.

 

Und deshalb sage ich immer: Ja, wenn du viel, also wenn du, wenn du gerne viel arbeitest, dann stellt sich für mich die Frage nach dem Ausgleich nicht, weil ich brauche den Ausgleich dann einfach nicht. Ich brauche den Ausgleich von meiner Arbeit nicht. Wenn es natürlich so ist, dass du dich ständig selbst unter Druck setzt, sonntags, dann was muss ich noch? Und das muss ich noch und das muss bis morgen fertig sein. Und die Email noch und Social Media noch und und und.. Dann geht es ja schon wieder in so eine ungesunde Richtung, die natürlich eine Selbstständigkeit in den Burnout führen kann. Ohne Weiteres. Auch das ist es. Es ist leicht möglich und da hilft halt was. Habe ich dafür einen Tipp? Auch wieder nur die Disziplin. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig das ist, sich dann auch wirklich dran zu halten. Also ich zum Beispiel bleibe mir Sport ein, aber da steht, das steht bei mir im Kalender, weil, weil ich weiß genau, wenn es da nicht steht und ich nur denke, ja, morgen Nachmittag, da gehst du zwei Stunden radeln oder was auch immer.

 

Und dann kommt irgendein Termin, der überhaupt nicht dringend ist, der auch übermorgen stattfinden könnte. Ah ja, das sind dann noch zwei Stunden frei, mache da rein und schwups ist Radfahren halt. Hat nicht stattgefunden. Und da suche ich mich schon, oder? Ja, ich schaffe es auch mittlerweile gut, mich daran zu halten und eben auch was ich auch mache, ist so eine Routine am Morgen. Also die ersten, die ersten, also von sechs bis um acht meistens. Die Zeit gehört mir. Das heißt, da schreibe ich schon mal, da denke ich nach. Da kommen oft auch supergute Inspirationen für mein Business. Also auch da ist es für mich nicht getrennt. Aber das ist für mich so eine Zeit, wo ich reflektiere, wo ich, wo ich mehr, einfach mit ein paar Tassen Kaffee mir es gemütlich mache auf dem Sofa vielleicht auch mal eine Meditation mache. Manchmal habe ich auch davon eine Stunde genutzt, um morgens um sechs schon joggen zu gehen. So was gibt es, aber das ist einfach so ein Stück weit heim. Und so beginnt mein Tag am besten, weil ich so auch am kreativsten bin, weil ich tatsächlich da oft mich schon durch dieses schriftliche reflektieren sozusagen ich denke einfach schriftlich nach, komm mir einfach viele gute Ideen und dann geht es fast nahtlos in den Arbeitstag über, weil ich dann schon wieder so voll bin, dass ich mit Ideen schon wieder so sprudelt.

 

Sonia:

Ich finde, das klingt, als ob du das total gut integriert hast. Das geht so ineinander über und Du hast Freude daran. Deswegen ist das auch nicht so schlimm, wenn du dann viel arbeitest. Das kann ich gut nachvollziehen.

 

Sabine:

Ich habe natürlich auch den… Wie soll ich sagen, wir sind jetzt nicht im Vorteil, aber die Rahmenbedingung, dass ich keine Kinder hab. Wenn man Kinder hat… Aber ich denke, dann hat man halt weniger Zeit. Aber die Kinder geben ihnen eine Taktung vor, die dann für manche Menschen auch nicht schlecht ist, weil du da halt einfach nicht die Chance hast auszubügeln und zu sagen: gibt’s halt mal kein Mittagessen. Ich hab kurzfristig einen Termin angenommen.

 

Da hast du halt wirklich deine Regeln, Zeiten, die du einhalten oder eher einhalten musst. Stelle ich mir, stell ich mir so vor. Dass die dich dann jeden Tag halt auch so ein Stück strukturieren. Und was auch gut ist aus meiner Sicht, ist, dass wenn man sich so eine Routine schafft, dass man sich solche Themen, solche, solche Stunden Pakete einfach schafft und sagt, was man sich von 10 bis 12 ist ein Paket und dann von 13 bis 15 und vielleicht noch mal eins von 16 bis oder so, wo ich sag, da arbeite ich projektbezogen, da mache ich wirklich en bloc nur Social Media oder nur Content oder da sind meine Kunden Termine, dass ich mir das so einfach ein Stück weit sortiere und Schwerpunkte setze. Und auch das hilft vielen Leuten, sich da an die auch an die Pausen zu halten. Da gibt es ja auch diese Technik, wo man dann so einen Wecker stellt, der dann automatisch immer klingelt, wenn die Zeit abgelaufen ist, sodass du dich dann auch an die Zeit, an die Pausen hältst und immer mal wieder ein Break machst zwischendurch.

 

Sonia:

Da bist Du aber auch total gut organisiert, auch so gerade dieses Time Blocking. Das ist etwas, was ich unheimlich oft empfehle, damit die Menschen eben damit einfacher und effektiver funktioniert. Also du bist da perfekt organisiert, wahnsinnig, total super. Unsere Zeit läuft jetzt ein wenig davon, aber du hast jetzt am Ende am Ende auch noch mal so viele tolle Tipps gegeben. Ich glaube, da können jetzt ganz viele, die sagen: Ja, ich fang jetzt auch mal an, können da was für sich mitnehmen.

 

Sabine:

Ich hoffe das.

 

Sonia:

Auf jeden Fall. Da gehe ich schwer von aus. Ich danke ganz herzlich für deine Zeit, für deine Wissen, das sei ganz wertvoll. Sabine, Schön, dass du dabei warst.

 

Sabine:

Ich danke dir. Und ich danke euch da draußen vor den Bildschirmen. Ich hoffe, es hat ein bisschen inspiriert und ein bisschen Spaß gemacht.

 

Sonia:

Also mir auf jeden Fall. Ich nehme auch noch mal so ein paar Kleinigkeiten für mich mit. Ja, dir vielen Dank, lieber Zuschauer, liebe Zuschauerinnen, schön, dass du dabei warst. Und wir sehen uns beim nächsten Mal wieder.

 

Mein Name ist Sonia Schüttler und ich habe vor über 20 Jahren meine Ausbildung zur Industriekauffrau abgeschlossen. Danach habe ich jahrelange Erfahrung als Assistenz und Sachbearbeitung gesammelt und bin jetzt seit Anfang 2018 als selbstständige virtuelle Assistentin tätig.

Selbstständig zu sein ist für mich mehr als nur ein Job: Durch die Freude an der Arbeit und den tieferen Sinn, den ich darin sehe, kann ich noch bessere Leistungen für meine Kunden:innen erbringen.

Ich möchte Dich dabei unterstützen, Dein Business entspannt zu organisieren, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wieviel positives die richtigen Organisations-Gewohnheiten in Deinen Business Alltag bringen können.

Mehr Fokus, bessere Organisation und mehr Produktivität

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Routinen und Gewohnheiten:

Dadurch, dass Dein Gehirn Gewohnheiten ohne großen neuronalen Aufwand ausführen kann, sparst Du Energie.

 Dinge, die Du routiniert ausführst, erledigst Du präzise und schnell. Dir passieren weniger Fehler und Du bist produktiver.

 Das schafft Zeit für Kreativität, Spontanität und für Dich!

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